31.01.2017

Von Siegen und Niederlagen

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Die dritte „NIGHT of LIFE“ am 17. Februar 2017 in Metzingen-Neuhausen illustriert das pralle Leben

Von Siegen und Niederlagen

Die dritte „NIGHT of LIFE“ am 17. Februar 2017 in Metzingen-Neuhausen illustriert das pralle Leben

METZINGEN/STUTTGART. Einen Abend voller Begegnung, Anregung und Inspiration bietet die dritte Auflage der „Night of Life“, die am Freitag, den 17. Februar 2017 im Bindhof in Metzingen-Neuhausen veranstaltet wird. Unter dem Motto „Welten / Treffen / Horizonte“ sind Menschen aller Altersgruppen ab 19.30 Uhr bei freiem Eintritt eingeladen, einmalige Lebensspuren einzusehen: Personen, die aus sehr verschiedenen Lebenswelten stammen und unterschiedlichen Alters sind, werden von ihren Siegen und Niederlagen erzählen und zeigen, wofür ihr Herz schlägt, welche Schicksalsschläge sie auf ihrem Lebensweg erlitten haben und welche Kraftquellen sie immer wieder aufrichten.

In einem besonderen Format: Sie haben jeweils 500 Sekunden Zeit, um mit ppt-Folien und evtl. einer Live-Performance ihre relevanten Lebenserfahrungen zu präsentieren. Kurzweilig, authentisch, ansprechend und berührend. So können die Gäste in ein inneres Gespräch oder in die direkte Diskussion miteinander geführt werden und diesen Abend für die eigene Biografie äußerst bereichernd erleben.

Angaben zu den konkreten Präsentatoren und zur Band des Abends findest du gleich weiter unten auf dieser Seite. Und da solche „Pilgerwege“ hungrig machen, wird auch für das kulinarische Wohl gut gesorgt sein.

Die „Night of Life“ fördert in faszinierender und moderner Weise Verständnis, Anerkennung und Vernetzung für eine offene Gesellschaft. Initiiert wird sie vom Evangelischen Jugendwerk Bad Urach-Münsingen mit Unterstützung der Projektstelle „Lust auf Andere“ des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW).

Begegnung und Inspiration

Im Bindhof in Metzingen-Neuhausen hat das pralle Leben Platz: Personen aus Sport, Kultur, Kirche, Schule, Politik und Wirtschaft werden für anschauliche und bewegende Eindrücke sorgen. „In einer Welt, die sich immer mehr in Teilwelten und Zielgruppen aufspaltet, sorgt die „Night of Life“ für eine Art Kreuzung, an der sich unterschiedlichste gesellschaftliche Akteure unmittelbar begegnen und sich gegenseitig inspirieren“, teilt Steffen Kaupp vom EJW mit. Aus den verschiedenen gesellschaftlichen Ecken werden Akteure für einen Abend zusammenfinden und mit den Besuchern einen eindrucksvollen Weg gehen.

Die Präsentatoren bei der "Night of Life 2017"

Über 10 Präsentatorinnen und Präsentatoren werden dir Einblicke in ihre "Lebensphilosophie" geben. Die Reihenfolge hier ist nicht identisch mit der Reihenfolge bei der "NoL" am 17.02.2017.

Anna Loerper, Kapitänin Deutsche Handballnationalmannschaft, Handballerin des Jahres 2015, Spielgestalterin der TusSies, Metzingen

Aus Rückschlägen neue Motivation gewinnen.

NIEMALS die eigenen Ziele aus den Augen verlieren

Anna Loerper wurde mit den Metzinger TusSies in der abgelaufenen Saison Deutscher Vizemeister und Vize-EHF-Pokalsieger. An diesen Erfolgen hatte sie maßgeblichen Anteil, was sich auch durch die Auszeichnungen zur Handballerin des Jahres und zur Spielerin der Saison ausdrückte sowie dem zweiten Platz in der Torschützenliste. Außerdem ist sie seit März 2016 Kapitänin der Deutschen Nationalmannschaft und soll die Biegler-Ladies bei der Heim-WM im Dezember diesen Jahres anführen.

Diese Entwicklung war im Sommer 2015 überhaupt nicht vorherzusehen. Nach einer Verletzung hatte sie der damalige Bundestrainer für die anstehende Weltmeisterschaft sogar komplett aus dem Aufgebot der Nationalmannschaft gestrichen. Aber selbst durch Rückschläge kann neue Kraft freigesetzt werden...

Andreas Nau, Strategische Geschäftsführung der easySoft. GmbH, Metzingen

WERTvoll in die Zukunft.

Revolutionen beginnen im Kopf: Was mich und mein Unternehmen veränderte

Der Unternehmer Andreas Nau ist verheiratet, Vater von 4 Kindern, Hobbyläufer (u.a. Transrockies-Run-Finisher im Team mit seiner Frau), Musiker und lebt in Süddeutschland. Er ist Mitbegründer und einer der Geschäftsführer der easySoft. GmbH. Das Unternehmen wurde 1994 gegründet, wuchs langsam und kontinuierlich. 2007 kam es zur Stagnation. Anfang 2008 stand es kurz vor der Insolvenz. Eine Neuorientierung veränderte ihn und sein Unternehmen.

Lea Kullen / Greta Vogt, Schülerinnen, Grafenberg

"Generation Z".

Was ist das?!

Ja - wir sind jung (aber nicht dumm).
Ja - wir haben Smartphones und Tablets (aber auch Werte).
Ja - wir lieben die sozialen Netzwerke (aber auch unsere real-life-Beziehungen).
Ja - youtube ist uns wichtiger als TV (aber warum nicht?!).
Ja - wir sind die Generation Z.

Greta und Lea gehen aufs Gymnasium in Metzingen und sind kraft Geburt der Generation Z angehörig. Und stolz darauf. Was die beiden und ihre Generation ausmacht und bewegt, präsentieren und zeigen sie an diesem Abend - eine sicherlich spannende und für manchen wohl auch überraschende Reise mit der Generation Z.

Walter Dieterle, „Hirsch“-Wirt in Glems, Musiker, Buchautor und so weiter

„Take it easy...

... – but take it!“ (Woody Guthrie)

Wenn der Mensch 90 Jahre lebt, verschläft er davon ca. 30 Jahre. Wenn er dann noch 30 Jahre einen „ungeliebten“ Job macht, lebt er quasi nur ein Drittel seines Daseins. Findet er aber eine Arbeit, die ihm Freude macht, kann er sein Leben verdoppeln.

Der Spruch „Augen auf bei der Berufswahl“ bekommt hier eine ganz wichtige Bedeutung.

Julian Schneider, Mechatronik-Student, Grafenberg

Ein ganzes Leben zur Verfügung.

Machen wir was daraus!

Mir als Mensch stehen in Deutschland statistisch gesehen 80,89 Jahre Lebenszeit zur Verfügung. Niemand außer mir selbst ist dafür verantwortlich, was ich in und aus diesen Jahren mache. Wo möchte ich einmal arbeiten? Mit was beschäftige ich mich in der Freizeit? Von wem oder was lasse ich mich prägen?
Wir sind in der Vergangenheit nie freier und unabhängiger gewesen für solche Entscheidungen, hatten nie mehr Wahlmöglichkeiten. Wir dürfen, nein, wir müssen uns letzlich für irgendetwas entscheiden. Die Wahl wird zur Qual. Aber Achtung: Der bequemste Weg ist nie der spannendste und schönste!

Als Student der Mechatronik und Informationstechnik musste Julian Schneider bereits einige Entscheidungen in, aber auch außerhalb seines Studiums treffen. Was ihn motiviert, nicht immer den bequemsten Weg zu gehen, darüber berichtet er an diesem Abend.

Dr. Ulrich Fiedler, Oberbürgermeister, Stadt Metzingen

Aus dem Leben eines OB.

Jede Generation muss das leisten, was sie leisten kann

Der Jurist Dr. Ulrich Fiedler ist seit April 2009 Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Metzingen. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und vielfältig im und für das Ehrenamt engagiert. So ist er unter anderem Vorsitzender der Diakonie-Sozialstation Metzingen, im Beirat der Hospizgruppe Metzingen/Ermstal oder im Kuratorium des „Haus Matizzo“.

Er trägt im Hauptamt Verantwortung für etwa 550 städtische Mitarbeiter: Vom Rathaus bis zu den Bädern, von den Stadtwerken bis zum Baubetriebshof, vom Forst bis zu den Kindertageseinrichtungen und zum Klärwerk.

Bruder Markus, Marketing-Verantwortlicher der Evangelischen Bruderschaft Kecharismai, Dettingen / Erms

Ich DENKE – also glaube ich.

Über die Faszinationskraft Gottes und die Alltagstauglichkeit des Glaubens

Bruder Markus lebt in einem Ordenshaus im Ermstal. Er ist dort verantwortlich für die Arbeitsbereiche Vermarktung (ca. 15 Wochenmärkte pro Woche), Einkauf / Verkauf (Versteigerungsgeschäft auf internationaler Plattform) sowie die Bewerbung des Bereichs Gartenbau. Abseits der Floristik predigt er gerne in Gottesdiensten oder ist als Trucker auf der Straße (hauseigener 40t-Zug!). Seine Kritiker nennen ihn augenzwinkernd das „Kommerzschwein des Kloster“.

Seine Liebe zur Kunst zeigt sich in Theaterprojekten, in der Musik (Kirchenmusik mit eigener Band, HomeStudio) sowie mit Foto & Film (Produktion von Meditationsfilmen, früher AV mit bis zu 16 Projektoren).

Fanny Staudinger, Schülerin, Metzingen

„Als Schüler hat man ja Zeit...“

Ein Mythos?!

Fanny Staudinger ist noch 16 Jahre alt und angehende Abiturientin. Ihre tägliche Aufgabe: den Spagat zwischen Querflöten-Probe, Schule, Sport, Hund, Fahrschule und so weiter zu meistern...

Wie sie das meistert und warum Erwachsene nicht immer alles besser wissen, darüber hat sie sich Gedanken gemacht.




Bild: sportograf

Gabi Stanger, Sportpädagogin, Dettingen

"Sport ist mein Leben..."

...und kein Ende in Sicht?!

Angefangen hat es mit Skilanglauf. Dann kam die große Liebe zum Handball. Und als Rehamaßnahme nach elf Jahren 1. und 2. Bundesliga - samt einigen Einsätzen in der Nationalmannschaft sowie zu vielen Verletzungen - ging's mit dem Mountainbiken los. Da stehen inzwischen ca. 300 gefahrenen Marathons, die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaften, geschätzte 200 000 Rad-Kilometer sowie acht Jahre "Bike-Projekt" zu Buche. Ein Ende ist noch nicht in Sicht...

Die Sportpädagogin Gabi Stanger ist 48 Jahre, verheiratet und lebt mit ihrer Familie sehr gerne im wunderschönen Ermstal.

Kathrin Bindemann / Eberhard Benz, Töpfer, Metzingen

"Der Ton macht die Musik..."

...und dies am besten im Duett

Seit über 30 Jahren gibt es in Metzingen nun das Keramik-Atelier und hat sich über die Grenzen Metzingens hinaus einen guten Ruf erarbeitet - die Menschen dahinter sind Kathrin Bindemann und Eberhard Benz. Dort stellen sie ganz unterschiedliches und manch überraschendes aus Ton her. Das ist alles andere als selbstverständlich: Denn seit ihrer Jugend sitzt Kathrin Bindemann im Rollstuhl und hat einen ungewöhnlichen Lebensweg hinter sich. Der war und wäre nicht machbar ohne Eberhard Benz, der seit sehr vielen Jahren nicht nur in der Werkstatt kreativ ist (und unter anderen die berühmte "Metzinger Einkaufstüte" schuf), sondern auch der Lebenspartner ist.

Was die beiden erleben und erlebt haben, was sie antreibt und wie sie mit Höhen und Tiefen umgehen - das wird ein spannender Teil bei der "Night of Life" werden.

Elke Haubold-Schüle, arbeitet nicht nur in der Flüchtlingssozialarbeit, Metzingen

Back to the South.

Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde

Elke Haubold-Schüle war schon in einigen Städten Deutschlands zuhause. So erlebte sie immer wieder die Suche nach einer neuen gestalteten Heimat.

Jetzt lebt die dreifache Mutter mit ihrer Familie in Metzingen. Vielfältig ist sie in sozialen Ehrenämtern aktiv gewesen, wie Schulfördervereine, Zukunftsteam Verkehr u.a. Seit 2014 ist sie als Stadträtin in der Fraktion der Grünen engagiert. Aktuell arbeitet sie beim Landkreis in der Flüchtlingssozialarbeit und begleitet Menschen auf der Suche nach einer neuen Heimat.


Die Band des Abends:

Marshmellow Moon

Anna, Frederik und Johannes sind drei Freunde aus Tübingen, die nicht nur ihre Liebe zu feiner Musik verbindet. Zusammen bilden sie seit 2015 "Marshmellow Moon" - und der Sound steckt schon im Namen: Zusammen verpassen sie bekannten und weniger bekannten Songs ein neues folkig-sanftes Kleid. Viele verschiedene Musikinstrumente - von Xylophon bis Zugposaune - sorgen für Abwechslung und so manche Überraschung...

Hier gibt es schon mal eine Kostprobe für deine Ohren!

Rückblick

links: Die Nacht voller Funken - die Night of Life 2015. Und rechts: Die Premiere des Formats - die Night of Life 2014

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