27.11.2015 - Autor: Steffen Kaupp, Lust auf Andere

Eine Nacht voller Funken

Die zweite "Night of Life" - dieses Mal im LUNA-Filmtheater in Metzingen. Den Soundtrack lieferte die Band "Wir und die anderen Zwei".

Die „Night of Life 2015“ im Rückspiegel

Das Kino zeigt heute nicht den neuen Bond-Film, sondern hat die Welt bei sich zuhause: Die “Night of Life” (NoL) wurde zum zweiten Mal gefeiert und versprühte ihre Funken am 20.11.2015 im LUNA-Filmtheater in Metzingen. Gleich zu Beginn zeigt Marius Mohr als leidenschaftlicher Parkour-Springer am Ende seiner Präsentation einen Salto rückwärts und macht klar: An diesem Abend zeigen sich Menschen, die bewegt und beseelt sind von Ideen, Interessen, Kompetenzen. Und sie haben Mut, ihre Leidenschaft anderen begeistert mitzuteilen - und zwar in je 500 Sekunden per Powerpoint-Folien, Videoclips und/oder einer live-Kostprobe.

Diese zweite “Night of Life” hatte ihren Schwerpunkt auf jugendliche Lebenswelten gelegt. Den beiden Gastgebern, EJW Bad Urach und der Projektstelle “Lust auf Andere” des Landesjugendwerks, ist es gelungen, ganz verschiedene Präsentatoren zusammenzubringen. So treffen sich also junge Menschen und Engagements an einem Abend in einem Raum, die ansonsten kaum zueinander fänden. Und Helena Sailer und Miriam Mourid sorgen mit Ihrer charmanten Moderation für sanfte Übergänge bei diesem abendlichen Weltenbummel.

  • Und so berichtete die Südwestpresse...
  • Hinweis: In Kürze kannst du dir hier dann den Videoclip zur "Night of Life 2015" ansehen.

Gleich zu Beginn erzählt Marius Mohr, wie er sein Hobby, Parkour-Springen, zum Beruf machte und was dabei wirklich zählt. Junge Männer aus Hülben öffnen die Türen und teilen mit, was sie durch eine "halbmobile" Bauwagen-Jugendarbeit erleben. Nach diesem Einblick in ortsverbundene Jugendwelten wird in digitale Spären aufgebrochen: Der 15jährige Schüler Josua Kullen zieht den Vorhang für Welten auf, die etlichen im Kinosaal gänzlich unbekannt sind: "League of Legends" fasziniert ihn - und mit beeindruckenden Bildern auf der riesigen Kinoleinwand schwappt etwas von der Faszination dieses Spiels und der weltweiten Community (und Industrie!) dahinter auf alle über.

 

Erste Pause. Folkige Live-Musik erklingt - "Wir und die anderen Zwei" sorgen mit unplugged-Klangfarben und mehrstimmigem harmonischen Gesang für den idealen Soundtrack zur Pizza-Speisung. Diese Atmosphäre lädt ein, sich kennenuzulernen und Smalltalks mit fremden Menschen zu wagen.

Anschließend geht es weiter nach Kenia: Ein soziales Hilfsprojekt zur (Aus)Bildung von perpektivlosen Kindern wird vorgestellt - samt Einladung, doch mal dort ein Praktikum und sich so selbst ein Bild der Lage zu machen. Steffen Kaupp und Jonas Nau führen dann über in die "Magie der Worte" - mit einer final-grandiosen Live-Performance eines Poetry Slam des Theologie-Studenten Nau. Wie kam es zum "Ekkle" in Bad Urach? - Junge Menschen nehmen die NoL-Pilger mit zu ihrer Jugendkirche, die sich in Bad Urach befindet, und was diese ausmacht. Bevor in einer zweiten Pause wieder Luft geschnappt werden kann, stockt der Atem: Der "Deutsche Amateur Radio Club e.V." demonstriert amüsant, wie man Funkkontakt mit dem Weltraum aufnimmt!

Den dritten Teil eröffnen die Pfadfinder: Geerdet und naturverbunden, mit tragenden Wurzeln und in Uniform stellen sie ihre Werte des Besuchern vor. Am Ende eine harmonische Kostprobe aus ihre Fahrtenliederbuch. Diese Klangorientierung nimmt der Knabenchor "Capella Vocalis" auf, den auch junge Männer jenseits des Stimmbruchs mitgestalten. Dass mit Freizeiten und Chorreisen dort weit mehr geschieht, als dass "bloß gesungen" wird, wird allen deutlich. Ihr live-Gesang und der feine Zwirn, in den sich die Mitglieder gesteckt haben, unterstreicht dies. Zum Ende des Weltenbummels wird noch das Engagement der "Leos" wahrgenommen, die Jugendorganisation der "Lions".

Die "Night of Life" schafft Begegnungen, Beziehungen, ein Netzwerken. Und Jugendarbeit und Kirche ist dabei Initiator und Gastgeberin. Und es geschieht noch weit mehr "unter der Hand": Durch jenen "Pilgerweg" durch ganz unterschiedliche und oft fremde Welten wird Verständigung und Anerkennung in unserer Gesellschaft gefördert. Mehr als ein Hauch von Evangelium. Ach ja: Dass man in diesem Jahr im Metzinger Kino Herberge fand, verdankt sich der letztjährigen NoL: Denn dort präsentierte sich auch die Arbeit des LUNAs, und so ergab sich ein freundlicher Kontakt der NoL-Betreiber zu den KINO-Betreibern. Leidenschaft zieht eben Kreise und verbindet.

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